„Data is the new oil“ höre ich seit Jahren. In der Praxis fühlt sich Data oft eher wie Rohöl im Keller an. Teuer gesammelt, schwer zugänglich und niemand weiß genau, wer dafür verantwortlich ist.
Das Kernproblem ist selten fehlende Daten. Es ist fehlende Anschlussfähigkeit. Daten liegen in Silos, Definitionen sind uneinheitlich und jeder Report erzählt eine leicht andere Wahrheit. Am Ende vertraut man wieder dem Bauchgefühl, weil es schneller geht.
Was oft übersehen wird: Daten entfalten ihren Wert nicht im Data Lake, sondern im Prozess. Dort, wo Entscheidungen getroffen werden. Dort, wo jemand Verantwortung trägt. Ohne klaren Owner, ohne Kontext und ohne Verständnis bleiben selbst perfekte Dashboards wirkungslos.
Ich erlebe viele Initiativen, die mit Technologie starten. Neues BI‑Tool, neue Plattform, neue Architektur. Die unbequeme Frage kommt zu spät: Welche Entscheidung soll damit besser werden? Und wer ändert sein Verhalten, wenn die Zahl rot ist?
Data ist kein Asset, solange es keine Konsequenzen hat.
Welche konkrete Entscheidung in eurem Alltag wird heute tatsächlich datenbasiert getroffen und welche nur scheinbar?
Titelbild: Ngital / Unsplash




