Ein Agent ist im Kern ein dauerhaft hinterlegter Prompt – ergänzt um Wissensquellen und Aktionen. Wer gute Prompts schreiben kann, kann deshalb auch gute Agenten spezifizieren. Vier Bausteine reichen dafür. Nicht jeder Prompt braucht alle vier, aber wenn ein Ergebnis nicht passt, fehlt fast immer einer.
Die vier Bausteine
- Rolle und Kontext: legt Perspektive und Fachsprache fest. „Du unterstützt eine Controllerin im Monatsabschluss.“
- Aufgabe: ein Verb, eine Aufgabe. Mehrere Aufgaben in einem Prompt führen zu Halbergebnissen.
- Material: die Daten, Dokumente oder Regeln, mit denen gearbeitet werden soll – mitgeben statt voraussetzen.
- Format und Umfang: wie das Ergebnis aussehen soll. Ohne Angabe gibt es Fließtext in beliebiger Länge.
Die eine Regel: Schreiben Sie den Prompt so, dass eine neue Kollegin die Aufgabe allein damit erledigen könnte, ohne nachzufragen. Was sie fragen würde, fehlt im Prompt.
Fünf Techniken, die zuverlässig wirken
- Beispiel mitgeben: Ein Beispiel wirkt stärker als drei Sätze Beschreibung.
- In Schritten arbeiten: Große Aufgaben zerlegen und nach jedem Schritt prüfen.
- Nachschärfen statt neu anfangen: Das erste Ergebnis ist ein Entwurf.
- Begründung verlangen: So erkennen Sie, ob eine Zahl aus Ihren Daten stammt.
- Sagen, was nicht sein soll: „Keine Einleitung, keine Empfehlungen.“
Vom Prompt zum Skill zum Agenten
Ein guter Prompt hilft Ihnen. Ein Skill hilft Ihrem Team: derselbe Prompt, verallgemeinert und ergänzt um Regeln, Format und Sonderfälle – das lohnt sich ab der dritten Wiederholung. Ein Agent hilft allen, die die Aufgabe haben, ohne dass jemand den Prompt kennen muss.
Ein Skill sollte fünf Fragen beantworten: Wozu bist du da? Wie gehst du vor? Was ist verboten? Wie sieht das Ergebnis aus? Und: Was tust du, wenn Daten fehlen? Der letzte Punkt wird am häufigsten vergessen und verursacht die meisten stillen Fehler.
Genau das üben wir in unserem Hands-on-Workshop „Vom Problem zum Agenten“ – an einem Fall aus Ihrem Haus.







